Edelsteine von A bis Z

     
achat.gif

 
Achat ist eine Variation des Minerals Quarz. Charakteristisch ist die gestreifte Zeichnung. Je nach Musterung und Zusammensetzung gibt es verschiedene Erscheinungsformen, wie z.B. Holz-, Wolken-, Korallen-, Regenbogen- und Schlangenhautachat. Fundorte der in magmatischen Gesteinen entstehenden Minerale sind Brasilien, Idar-Oberstein, Jemen, Mongolei, Böhmen, Uruguay und die USA. Ursprünglich aufgrund der Färbung zu Kameen und Gemmen verarbeitet, fand der kunstvoll gemusterte Stein auch Verwendung als Reibschale, Mörser, Stockknopf u.v.m. Da der Achat sich gut färben lässt, wird er als Schmuckstein in zahlreichen – auch in der Natur nicht vorkommenden – Nuancen angeboten.
 
     
amethyst.gif
 

Amethyst: Der in Südamerika geförderte Edelstein bezaubert in allen Lila-Schattierungen. Als Glücksstein dem Sternzeichen Fische zugeordnet, fördert der Amethyst die innere Balance sowie die Fähigkeit zur Meditation. Im Bijou Brigitte Sortiment finden sich unter anderem trendige Longlines und Armbänder im Mix mit Amethysten.

     
aragonit.gif
 
Aragonit ist ein häufig vorkommendes Mineral, das entweder farblos oder weiß erscheint. Durch Fremdbeimengungen kann Aragonit grau, bräunlich, gelblich, grünlich, bläulich und violett schimmern; er leuchtet unter UV-Einwirkung. Das von Abraham Gottlob Werner 1796 beschriebene, nach seinem Fundort in spanischen Aragonien benannte Mineral ist Hauptbestandteil des Perlmutts sowie der Skelette der Steinkorallen. Aragonit wird als Schmuckstein verwendet.
     
aventurin.gif

 
Aventurin, auch Glimmerquarz genannt, ist eine Varietät des Quarzes mit Einschlüssen von Hämatit und Fuchsit, welche starkes Glitzern hervorrufen. Grün bis rotbraun schimmernd verdankt das Mineral seinen Namen eines zufällig (italienisch: a ventura) entwickelten Glases aus Murano, das dem Aventurin mit seinem besonderen Schimmer ähnelt. Aventurin findet sich am Ural, in Deutschland bei Aschaffenburg, in Österreich bei Mariazell und bei Belany in Indien. Laut esotherischer Heilkunde fördert der Aventurin die Geschmeidigkeit des Geistes und sorgt für innere Ruhe und Gelassenheit.
     
bernstein.gif
 

Bernstein entsteht im Laufe von Millionen Jahren aus Harzen. Das Naturprodukt kann von hellem Gelb bis zu dunklem Braun schattieren. Typisch sind Blitzer im Inneren des Steins sowie die gläserne Klarheit.

     
edelsteine.gif
 
Edelsteine, auch Schmucksteine genannt, sind sehr seltene Minerale, die sich durch besondere Schönheit sowie große mechanische Widerstandsfähigkeit auszeichnen. Bereits in der Altsteinzeit wurden Steine zu Schmuck verarbeitet. Zu den bekanntesten Edelsteinen gehören: Diamant, Rubin, Saphir und Smaragd. Geschliffene Edelsteine bezeichnet man als Juwelen. Vielen Schmucksteinen werden in der esoterischen Lehre heilende Wirkungen zu geschrieben.
     
fluorit.gif

 
Fluorit: Bei dem auch Flussspat genannten Mineral handelt es sich chemisch betrachtet um Calciumfluorid. Ursprünglich farblos und transparent, schimmert Fluorit durch entsprechende Fremdbeimengungen tiefviolett, gelb, blau, rot und braun. Fluorit ist unter UV-Einwirkung fluoreszierend. Das Mineral, das bereits im antiken Griechenland bekannt war, eignet sich aufgrund seiner geringen Härte nicht zur Schmuckerstellung, jedoch besonders zur Verarbeitung zu optischen Linsen. Als Schmuckstein wird Fluorit häufig für kunstgewerbliche Gegenstände verwendet. Die Fundorte des Flussspats sind häufig vulkanischen Ursprungs wie in Las Cuevas in Mexiko. Auch in China, Indien, Südafrika, Namibia und den US-Staaten Illinois und Kentucky, im englischen Castleton und im deutschen Schwarzwald, Oberpfälzer Wald und Thüringer Wald wird Fluorit gewonnen.
     
haematit.gif
 
Der Hämatit gehört zu den Erzmineralien und wird größtenteils zu Eisenerz verhüttet. Nur die besonders dichten, tiefschwarzen Steine eignen sich für die Schmuckerstellung. Hämatit lässt sich auf Hochglanz polieren und wurde im alten Rom auch als Taschenspiegel benutzt. Hämatite wurden in der Antike als Heilsteine verehrt und noch immer werden ihnen wohltuende Kräfte zugeschrieben.
     
jade.gif
 
Unter Jade versteht man ein monomineralisches Gestein, das ausschließlich zu Schmuck und kunstgewerblichen Gegenständen verarbeitet wird. Die Farbe kann von Grün bis Schwarz variieren. Bereits seit der Steinzeit bekannt, erhielt Jade ihren Namen im 16. Jahrhundert in Anlehnung an die ihr zugeschriebene Heilwirkung. Die kostbaren Steine werden in Brasilien, China, Kanada, Neuseeland, USA und Tibet abgebaut.
     
jaspis.gif

 
Jaspis leitet sich aus dem Lateinischen ab und bedeutet „gesprenkelter Stein“. Jaspis ist eine mikrokristalline, besonders feinkörnige Variation des Quarz. Der gebändert und eben gesprenkelt auftretende Edelstein wird ausschließlich zur Schmuckerstellung genutzt. Da reiner Jaspis sehr selten vorkommt, bestimmen die jeweiligen natürlichen Verwachsungen und Beimischungen das variantenreiche Erscheinungsbild und auch den Namen: z. B. Achatjaspis, Landschaftsjaspis, Porzellanjaspis. Jaspis wird im Erzgebirge, dem Harz, in Sibirien und auf Sizilien und Korsika gefunden. Im späten Mittelalter wurde dem Jaspis Schutz vor Krankheiten zugeschrieben; die alten Griechen glaubten an seine harmonisierende Wirkung. Nach heutiger Erkenntnis kann der Edelstein ausgeprägte Esslust positiv beeinflussen.
     
karneol.gif

 
Karneol ist die rötliche Variante des Chalcedons, eines kristallinen Quarzes. Von feurigem Rot über Rosa bis Braun, schimmert der Schmuckstein durch seinen Eisengehalt in vielen Facetten, gefleckt, gestreift oder pur. Die Farbigkeit, die der Kornel-Kirsche ähnelt, verlieh dem Stein vermutlich auch den Namen. Im Alten Ägypten als „Lebensstein“ verehrt, gilt der Stein auch nach Hildegard von Bingen als wichtiger Heilstein, der die Vitalität stärkt. Die schönsten Karneole stammen aus Indien, weitere Fundstellen sind Nordafrika, Brasilien, Australien, Japan und Sibirien.
     
magnesit.gif
 
Magnesit, auch Magnesium-Carbonat, ist eines der wichtigsten Magnesium-Minerale. Das besonders harte und wasserfeste Material eignet sich für feuerfeste Steine wie Ziegel, Keramik und Porzellan. Durch die ihm zugesprochenen heilenden Eigenschaften wird Magnesit auch im Schmuckbereich verwendet. Magnesite sollen Nervosität lindern, zu Gelassenheit und Selbstliebe verhelfen.
     
obsidian.gif

 
Obsidian ist ein natürlich vorkommendes, vulkanisches Gesteinsglas, das bei rascher Abkühlung von Lava entsteht. Je nach Oxidationszustand können dunkelgrüne bis schwarze und rote Nuancen erscheinen. Als Sonderform ist der gemusterte Schneeflocken-Obsidian bekannt. Aufgrund des scharfkantigen, muschelartigen Bruchs wurde Obsidian in der Steinzeit als Material für Werkzeuge geschätzt. Das auch als „Gold der Steinzeit“ bekannte Glas wird heute als Schmuckstein verwendet. Dem Stein wird schützende Wirkung vor negativen Einflüssen zugesprochen. In Mexiko werden Götterfiguren aus Obsidian erstellt. Fundorte sind u.a. Lipari, Island, Armenien, Sardinien, Ungarn und Sachsen.
     
onyx.gif
 
Onyx ist eine zweifarbig geschichtete Variante des Chalcedons, welcher widerum der Familie des Minerals Quarz zuzuordnen ist. Dieser vorwiegend in Südamerika, Pakistan und Madagaskar vorkommende Stein schimmert schwarz mit feinen weißen Durchzügen. Je reiner und kostbarer der Onyx, desto dunkler ist er.
     
peridot.gif
 

Peridot, auch Olivin genannt, ist ein olivfarbenes Mineral in Edelsteinqualität mit transparent gläsernem Charakter. Der Peridot war der Lieblingsstein des Barock. Seine Fundorte sind u.a. das Rote Meer, Australien und Brasilien.
Bei der führenden Kristallmanufaktur Swarovski ist „Peridot“ die Farbbezeichnung für einen hellen Grünton.

     
quarz.gif

 
Quarz ist das zweithäufigste Mineral der Erdkruste. Die gut entwickelten Kristalle, deren Flächen Glasglanz aufweisen, werden häufig zu Schmucksteinen verarbeitet. Reiner Quarz wird als Bergkristall bezeichnet. Weitere Variationen sind u. a. Amethyst, Rosenquarz, Jaspis und Citrin. Aufgrund seiner Härte und Witterungsbeständigkeit ist Quarz in Böden und Sandsteinen zu finden. In den Oberkirchener Sandsteinbrüchen wird das Mineral bereits seit Jahrhunderten abgebaut. Gut ausgebildete Kristalle entstehen bevorzugt in Klüften, Gängen und als Auskleidung natürlicher Höhlen, sogenannter Geoden. Der dem Sternzeichen Löwe zugeordnete Quarz gilt in der Esoterik als Heilstein.
     
rhodonit.gif
 

Rhodonit, abgeleitet vom griechischen ρόδον (rhódon): Rose, ist ein Mineral aus der Klasse der Inosilikate. Rhodonit kommt vorwiegend in metamorphen Gesteinen vor. Esoterisch betrachtet gilt das rosarote Mineral als „Stein der Wanderer“. Rhodonit soll Kraft für Veränderungs-prozesse spenden, Selbstbewusstsein und Durchsetzungskraft stärken, Klarheit und Ausgewogenheit vermitteln. Fundorte sind Spanien, Schweiz, Russland, Tansania, Madagaskar, Australien und die USA.

     
rohsteine.gif
 
Als Rohsteine bezeichnet man naturbelassene, ungeschliffene Edelsteine. Achat, Rosenquarz, Amethyst, Citrin & Co wird eine positive Wirkung auf Gesundheit und Wohlbefinden zugeschrieben.
     
rosenquarz.gif
 
Rosenquarz ist eine rosarote, milchige Varietät des Minerals Quarz. Der als Schmuckstein und zu Kunstgegenständen verarbeitete Rosenquarz wird in Brasilien gefunden. Der blassrosa Halbedelstein wird esoterisch als starkes Symbol für Liebe und Furchtbarkeit betrachtet.
     
sodalith.gif
 
Sodalith ist ein Mineral aus der Gruppe der Foide. Der farblos, grau, gelblich oder blau schillernde Stein kommt in Kanada, Brasilien, Namibia, Bolivien und der ehemaligen UdSSR vor. Der zu Schmuck und Kunstgegenständen verarbeitete Halbedelstein ist erst seit 1930 bekannt. Der Sodalith wird zu den Antistressmineralien gezählt.
     
tigerauge.gif

 
Tigerauge ist eine Variation der Quarzfamilie, die durch die Verwitterung des bläulichen Falkenauges entsteht. Der Edelstein schimmert gelb- bis rotbraun. Durch die parallel ausgerichteten Fasern aus Hornblende entsteht der typische Lichteffekt, den man auch Chatoyance nennt. Tigerauge kommt in Südafrika und Westaustralien, vereinzelt auch in den USA und Indien vor. Im Mittelalter schrieb man dem mysteriös schillernden Edelstein schützende Kraft vor dem „bösen Blick“ zu, weshalb Kreuzritter und frühere Entdecker stets ein Tigerauge mit sich führten.
     
tuerkis.gif

 
Türkis: Das blaugrüne Mineral Türkis ist chemisch betrachtet ein selten vorkommendes wasserhaltiges Kupfer-Aluminium-Phosphat. Türkis wird ausschließlich zur Schmuckherstellung verwendet. Die bedeutendsten Fundorte sind USA, Mexiko, Sinai, China und Iran, wobei das damalige Persien bereits vor mehr als 2.000 Jahren als wichtigster Lieferant galt. Dort wurde der Türkis als National-Edelstein bewundert. Die alten Ägypter bauten das edle Mineral bereits 5.500 v. Chr. ab. Türkis gilt als einer der ältesten Schmucksteine und wurde von vielen Kulturen als Schutz- und Heilstein verehrt.